Steinreinigung und Versiegelung: Terrasse und Pflaster wie neu

Warum bilden sich Moos, Algen und Flechten auf dem Dach?
Dächer sind ideale Lebensräume für Sporen aus der Luft: Sie sind feucht, werden selten berührt und bieten in den feinen Poren der Ziegel Halt. Besonders schnell wächst Bewuchs dort, wo Feuchtigkeit lange bleibt – auf schattigen Nordseiten, unter überhängenden Bäumen, in der Nähe von Gewässern und in nebelreichen Lagen. Im feuchten Schweizer Mittelland sind die Bedingungen vielerorts geradezu perfekt.
Algen bilden zuerst dünne, grünliche oder schwarze Filme. Moos siedelt sich in den Überlappungen der Ziegel an und bildet mit der Zeit dicke Polster. Flechten haften besonders fest und sind am schwierigsten zu entfernen.
Ist Moos auf dem Dach schädlich?
Optisch ist der Bewuchs unschön, doch das eigentliche Problem liegt tiefer. Moospolster speichern Feuchtigkeit. Dringt diese in die Ziegel ein und gefriert im Winter, sprengt der Frost mit der Zeit kleine Stücke ab – die Ziegel werden porös. Abgelöstes Moos verstopft zudem Dachrinnen und Fallrohre und behindert die Wasserableitung. Ein gepflegtes Dach hält also schlicht länger.
Methoden im Überblick
- Mechanische Entfernung: Abbürsten und Abschälen der Moospolster, ideal als erster Schritt bei dickem Bewuchs.
- Reinigung mit moderatem Wasserdruck: auf das Material abgestimmt; bei Ziegeln und Eternit niemals mit voller Hochdruckstufe, um die Oberfläche nicht aufzurauen.
- Antimoos- und Reinigungsmittel: umweltschonende Präparate lösen verbliebene Algen und Flechten und wirken oft noch Wochen nach.
- Versiegelung im Anschluss: verzögert den erneuten Bewuchs deutlich.
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Dachmaterial und vom Zustand ab. Auf der Seite zur Dachreinigung erfahren Sie, wie wir vorgehen.
Hausmittel gegen Moos – was funktioniert, was nicht?
Im Internet kursieren viele Tipps von Essig bis Soda. Auf dem Dach sind die meisten Hausmittel ungeeignet: Essig und Säuren können Ziegel und Fugen angreifen, und die Wirkung ist unzuverlässig. Vor allem aber ist das eigenständige Arbeiten in der Höhe gefährlich. Für ebenerdige Flächen mag ein Hausmittel taugen – für das Dach gilt: Finger weg, lieber Fachpersonal beauftragen.
Anleitung: Moos fachgerecht entfernen
- Beurteilung: Material, Zustand und Bewuchsgrad einschätzen.
- Sicherung: Absturzsicherung, bei Bedarf Hebebühne oder Gerüst.
- Grobreinigung: dicke Moospolster mechanisch abtragen.
- Flächenreinigung: mit angepasstem Druck und geeignetem Mittel.
- Dachrinnen: Rückstände entfernen, Wasserablauf prüfen.
- Optional Versiegelung: auf das trockene Dach auftragen.
Wie verhindere ich, dass das Moos zurückkommt?
- Versiegelung/Imprägnierung: lässt Wasser abperlen und erschwert die Wiederbesiedlung.
- Bäume zurückschneiden: mehr Sonne und Luft lassen das Dach schneller abtrocknen.
- Dachrinnen sauber halten: staut sich kein Wasser, bildet sich weniger Moos.
- Regelmässige Kontrolle: früh erkannter Bewuchs ist schneller entfernt.
Wann sollten Sie den Profi rufen?
Spätestens wenn das Dach flächig bewachsen ist, die Rinnen verstopfen oder Sie unsicher sind, lohnt sich Fachhilfe. Profis arbeiten sicher, materialschonend und mit dem richtigen Mittel – und beurteilen gleich, ob eine Versiegelung sinnvoll ist.
Ihr Dach ist bewachsen? Fordern Sie eine kostenlose Offerte an. Wie sich die Kosten zusammensetzen, lesen Sie im Ratgeber Was kostet eine Dachreinigung.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis Moos zurückkommt?
Ohne Versiegelung je nach Lage zwei bis fünf Jahre, mit Versiegelung deutlich länger.
Schädigt Hochdruck das Dach?
Zu hoher Druck raut Ziegel auf und fördert neuen Bewuchs. Deshalb wird der Druck immer an das Material angepasst.
Hilft ein Kupfer- oder Zinkblech gegen Moos?
Metallbleche können die Neubildung etwas bremsen, ersetzen aber keine Reinigung und wirken nur begrenzt.
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